Florierender Feuerwehrbetrieb mit Zukunftsperspektive

Rathsmannsdorf ohne Nachwuchssorgen – Hommage an Fahnenmutter – Ehrungen
Von Günther Neumeier

Rathsmannsdorf. Die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr war an Informativem kaum zu überbieten. Die einzelnen Tätigkeitsberichte wiesen aus: Verein und Aktiventruppe sind sowohl personell als auch finanziell voll auf der Höhe, darüber hinaus bewährt als Hilfsorganisation in zahlreichen Notfällen.

Proppevoll war der geräumige Gruppenraum im Feuerwehrhaus. Befriedigt zeigte sich erster Vorsitzender Hugo Wallner in seiner Begrüßung und nannte das Dabeisein von Fahnen-mutter Maria Zimmermann, erstem Bürgermeister Franz Langer, Marktrat Christian Graf, Pfarrer BGR Gotthard Würzinger, Ehrenkommandant Stefan Hiel und Kreisbrandinspektor Alois Fischl eine Wertschätzung für die Rathsmannsdorfer Gemeinschaft. Nach dem Totengedenken, insbesondere an den zuletzt verstorbenen Georg Buchbauer, machte sich Hugo Wallner an die Aufarbeitung der wichtigsten Geschehnisse im Verein. 229 Personen stünden aktuell in der Mitgliederliste, Tendenz steigend. Die Beteiligung an kirchlichen und weltlichen Festen im Ort sei für die Wehr selbstverständlich, die eigenen Veranstaltungen bestens frequentiert gewesen. Eine besondere Freude habe der Besuch von Landrat Franz Meyer gemacht, der von Gebäulichkeiten und Ausstattung der Feuerwehr ein positives Bild zeichnete. Angenehme Begleiterscheinung: der Landrat war nicht mit leeren Händen gekommen, sehr willkommen auch die Spende der Volksbank-Raiffeisenbank Vilshofen.

Schriftführerin Rosemarie Fuchs ließ die Highlights und Aktionen des vergangenen Jahres nochmals aufleben, wobei der Aktionstag Rathsmannsdorf ins Rampenlicht der Bevölkerung weit über Gemeindegrenzen hinaus gerückt habe. Wie steht der Verein finanziell dar? Kassier Christian Wallner beantwortete diese Frage mit absolut positiv und untermauerte dies mit konkreten Zahlen und Fakten aus ideellem Tätigkeitbereich, Vermögensverwaltung, FF-Zweck- und wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb. Uneingeschränktes Lob für seine Arbeit kam von Ignaz Leonhardt, der zusammen mit Gerd Raabe die Kasse beprüft hatte. Ein weites Feld hatte Kommandant Hans Anetsberger zu bestellen. Dezidiert besprach er alle 38 Einsätze, die Lehrgänge und Teilnehmer in Sachen Brandschutzerziehung und -aufklärung, den Motorsägenkurs, Fahrsimulator, MTA, Sprechfunk, Atemschutz, Leistungsabzeichen im Löscheinsatz in den diversen Stufen, LKW-Führerschein-Absolventen, Übungen, Besprechungen, Ehrenamtskartenverleihung, Ehrenzeichenverleihung. Zum Oberfeuerwehrmann seien Elena Zitzelsberger, Simon Ragaller und Michael Renholzberger, zum Hauptfeuerwehrmann Sebastian Meier, Gerd Raabe, Armin Fuchs, Andreas Bumberger und Vanessa Anetsberger befördert worden. Der Kommandant dankte ausdrücklich für die vielseitige Unterstützung seiner Arbeit, insbesondere seiner Stellvertreterin Martina Popan. Laurent Habereder, der zusammen mit Josef Schmöller jun. als Jugendwart fungiert, sah deren Ressort ideell und personell bestens strukturiert. Was den Jugendlichen alles an Lerntechnischem abverlangt werde, sprich Übungen, Deutsche Jugendleistungsspange, Wissenstest, sei keineswegs von schlechten Eltern. Dass man die Nachwuchskräfte auch bei Laune halten müsse, bedinge auch einen gewissen Spaßfaktor, auch hier fehle es an nichts.

Bürgermeister Franz Langer und Kreisbrandinspektor Alois Fischl wurden von Hugo Wallner gebeten, mit ihm und Hans Anetsberger die Ehrungen vorzunehmen. Mit Urkunden und entsprechenden Stoffabzeichen wurden bedacht: für zehn Jahre Mitgliedschaft Sebastian Kohlhofer; für 30 Jahre Alois Seidl, Armin Bernkopf, Josef Kohlhofer, Ignaz Leonhardt, Manfred Seidl; für 40 Jahre Hans Schriefer; für 50 Jahre Willi Aulinger, Siegfried Bumberger, Franz Färber, Michael Haslinger, Rupert Schriefer, Kurt Schweigard; für 55 Jahre Georg Günthner, für 60 Jahre Johann Zimmermann und für 65 Jahre Erwin Seidl.

Besondere Ehren wurden zuteil: Maria Zimmermann erhielt den Titel einer Ehrenfahnenmutter, sage und schreibe 52 Jahre im Amt, den des Ehrenkommandanten bekam Josef Habereder, den des Ehrenmitglieds Gotthard Würzinger und Andreas Zitzelsberger. Hommage an Maria Zimmermann: die „Grande Dame“ der Rathsmannsdorfer Feuerwehr wurde für über fünf Jahrzehnte aufopferungsvolle Fahnenmutter-Tätigkeit mit Blumen und Geschenkkorb bedacht. Die designierte neue Fahnenmutter Elisabeth Renholzberger musste krankheitsbedingt „passen“. Bürgermeister Franz Langer kam auf die beeindruckenden Tätigkeitsberichte zu sprechen, lobte das enorme Arbeitspensum der Protagonisten, die schwierigen, problembehafteten Autobahneinsätze, die florierende Jugend-arbeit, vor allem aber auch die großartigen Eigenleistungen in Bezug auf Gebäude und Ausstattung. Überhaupt legten die Kommandanten bei den Besprechungen mit ihm in Sachen Bedarf rechtes Augenmaß an den Tag. Langer: Vergelt´s Gott, macht weiter so! Kreisbrandinspektor Alois Fischl wusste die Leistungen der Rathsmannsdorfer richtig einzutaxieren, sah die Geehrten als Vorbilder für die Jugend, die sich, anders als vielerorts, in die Pflicht nehmen lasse und den Fortbestand der so wichtigen Hilfsorganisation sichere.

Gerne habe er den Aktionstag der Wehr im vergangenen Jahr nachhaltig unterstützt, die hochkarätige Podiumsdiskussion mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer unter anderen zu den Verunglimpfungen von Hilfskräften trage Früchte dahingehend, dass man solche Auswüchse künftig unerbittlich ahnde. Für den neuerlichen Aktionstag in Straubing wünsche er sich eine ähnliche Resonanz. Das Zusammenspiel Aktive und Verein klappe in Rathsmannsdorf vorzüglich, dafür danke er und beziehe die Gemeinde, aber auch die Nottfallbetreuung der Seelsorger mit ein. Mit der Ankündigung einer Satzungsänderung bezüglich des Datenschutzes und einer kurzen Vorschau auf 2019 schloß der Vorsitzende die harmonische Jahreshauptversammlung.


„Pfiat di´, Fahnenmutter Maria Zimmermann“ (sitzend 3. v. li.) und Dank ihr Feuerwehrgetreuen sagten Führung und Bürgermeister im Rahmen der Jahreshauptversammlung; (hinten v. li.) Hans Anetsberger, Hugo Wallner, Josef Kohlhofer,
Manfred Seidl, Sebastian Kohlhofer und Josef Habereder; (Mitte v. li.) Alois Seidl,
Gotthard Würzinger, Alois Fischl, Ignaz Leonhardt, Kurt Schweigard und Andreas Zitzelsberger; (sitzend v. li.) Franz Langer, Martina Popan, Willi Anetsberger, Rupert Schriefer, Michael Haslinger und Siegfried Bumberger. Foto: Neumeier      
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