Freiwillige Feuerwehr mit eindrucksvoller Bilanz

Jahreshauptversammlung Spiegelbild effizienten Handelns – Mitglieder-Ehrungen

Von Günther Neumeier

Rathsmannsdorf. Gestraffte und dennoch aussagekräftige, informationsreiche Tätigkeitsberichte, mittels Power-Point visuell unterleg – so kann man die ordentliche Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Rathsmannsdorf auf einen Nenner bringen.
Die Begrüßungsliste von erstem Vorsitzenden Hugo Wallner war voll von Ehrengästen.
Auf dieser standen Fahnenmutter Maria Zimmermann, erster Bürgermeister Franz Langer,
zweiter Bürgermeister Klaus Opitz, die Markträte Michael Fuchs und Christian Graf, Pfarrer Gotthard Würzinger, Kreisbrandmeister Georg Stelzer sowie Ehrenvorstand Franz Seidl.
Äußerst zufrieden zeigte sich der Vereinschef mit der personellen Entwicklung in der Wehr,
der aktuell 225 Personen angehörten. Nach dem Totengedenken listete Hugo Wallner die zahlreichen Aktivitäten der Rathsmanndorfer Feuerwehr auf, als da waren die Beteiligungen an Veranstaltungen der Kirche und örtlicher Vereine, das Inszenieren eigener Events, das Abarbeiten des Tagesgeschäfts und vieles mehr. Das Highlight des vergangenen Jahres seien ohne Zweifel die Einweihung von neuem HLF 20 und der in Eigenregie erstellten Fahrzeughalle gewesen. Er nannte auch die schon festgezurrten Termine für 2018.
Schriftführerin Rosemarie Fuchs erinnerte in ihrem chronologischen Rückblick auf die Schwerpunkte der Gremiumsarbeit. Dezidiert war denn auch der Kassenbericht von Christian Wallner. Die akribische Gegenüberstellung von Ideellem Geschäftsbetrieb, Vermögensverwaltung, Zweckbetrieb und Wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb wies aus, dass trotz großer investiver Notwendigkeiten trotz „Brocken“ neue Halle die Feuerwehr auch finanziell auf gesunden Beinen stehe. Gerd Raabe, der zusammen mit Ignaz Leonhardt die Arbeit des „Vereins-Bänkers“ geprüft hatte, stellte diesem ein bestes Zeugnis aus. Erster Kommandant Johann Anetsberger beleuchtete das Geschehen in der Aktiven-Truppe.
38 Einsätze hätten 2017 zu Buche gestanden – 28 Technische Hilfen, acht Brände, sonstige Tätigkeiten und sieben Fehlalarme. Lehrgänge, Übungen, Besprechungen, Schulungen – das alles habe viel Zeit gekostet, das Ganze, so der Aktiven-Boss, beruhe auf Freiwilligkeit und absolut positiver Dienstauffassung. Mit den neuen Gruppenführern Gerd Raabe, Manuela Habereder und Christian Graf agierten derzeit sieben an der „Front“. Den Absolventen des THL-Leistungsabzeichens der Stufen eins bis sechs könne er, Anetsberger, nur danken.
In seiner Obliegenheit standen Beförderungen: Zu Löschmeistern wurden per Urkunden und Abzeichen Manuela Habereder und Josef Schmöller jun. ernannt, zum Oberlöschmeister Michael Seil, zum Hauptlöschmeister Martina Popan, auch Kommandanten-Stellvertreterin. Jugendwart Laurent Habereder kann aus dem vollen schöpfen. Nicht weniger als 23 Nach-wuchskräfte stünden derzeit unter seinen Fittichen und das lasse auf eine gute Zukunft der Rathsmannsdorfer Hilfsorganisation hoffen, betonte der Jugendlichen-Coach. Habereder gab Einblick über den Lehrstoff, der den Lernenden schon einiges abverlange, das Ergebnis aber zeige, wie interessiert und engagiert die „Feuerwehr-Zöglinge“ bei der Sache seien. Elf Übungen hätten 612 Stunden erfordert, Bayerische Jugendleistungs-Prüfung, Wissenstest mit guten Noten – Laurent Habereder bat um ein Weiter-so. Vorsitzender Hugo Wallner und dessen Stellvertreter Alois Seidl ehrten dann langjährige Getreue. Für 30 Jahre Mitgliedschaft erhielten Michael Seil, Manfred Raucheger und Johann Anetsberger Ehrenzeichen, für 40 Jahre Franz Haslinger und Josef Asen. Mit Urkunde und Ehrenzeichen wurden für 50 Jahre Alois Hidringer und Ehrenvorstand Franz Seidl belohnt, ebenso lange ist Fahnenmutter Maria Zimmermann mit von der Partie, ihr wurde zudem mit einem Blumenstrauß gedankt. Gar 65 Jahre zeigt Josef Lösl Flagge für „seine“ Wehr.
Eine beeindruckende Bilanz nannte Bürgermeister Franz Langer das Geschehen im Rathsmannsdorfer Feuerwehr-Wesen, sie sei Spiegelbild selbstlosen Einsatzes für die Sicherheit der Bevölkerung, aber auch für die Hilfen bei vielfältigsten Notfällen. Gerade die Kameradinnen und Kameraden Rathsmannsdorfs mit der Nähe zur Autobahn sähen bei schwersten Unfällen die schrecklichsten Bilder, das alles zu bewältigen nötige schon Respekt und Anerkennung ab. Für viele sei dieser Dienst eine Selbstverständlichkeit, werde als solcher vielleicht sogar abgewertet, wehe aber, wenn der eine oder andere dann doch die Feuerwehr braucht, dann erwartet man schnelles professionelles Handeln und solches kann man der örtlichen ohne Wenn und Aber bescheinigen. Franz Langer dankte auch der Landkreisführung für den immer konstruktiven Umgang mit der Windorfer Kommune. Kreisbrandmeister Georg Stelzer gab diesen Dank zurück, betonend, dass deren Verantwortliche bemüht seien, ihre Feuerwehren auf den neuesten Stand zu bringen, so habe diese FF Rathsmannsdorf das beste Einsatzfahrzeug, das derzeit auf dem Markt sei. Georg Stelzer kam auch auf den Digitalfunk zu sprechen, der inzwischen funktioniere, dagegen hapere es an der Alarmierung, die bis dato noch analog erfolge, bis die Findung eines entsprechenden digitalen Systems zum Tragen komme. Nach kleineren formulierten Wünschen und Infos von Alois Seidl und Hugo Wallner wurde ein Sammelsurium von Bildern gezeigt, ehe die Versammlung mit einer Brotzeit für die Anwesenden endete.

Eine funktionierende, Hand-in-Hand agierender Feuerwehr-Verein und Aktiven-Truppe – so stellt sich die Rathsmannsdorfer Hilfsorganisation dar: (v. li.) Johann Anetsberger, Georg Stelzer, Martina Popan, Josef Asen, Manfred Raucheger, Hugo Wallner, Franz Haslinger, Franz Langer, Alois Hidringer, Maria Zimmermann, Franz Seidl, Klaus Opitz, Gotthard Würzinger, Alois Seidl, Josef Schmöller jun., Rosemarie Fuchs, Manuela Habereder, Michael Seil und Christian Wallner. Foto: Neumeier

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