Freiwillige Feuerwehr mit enormem Einsatzspektrum

Hervorragende aktive Mannschaft und ein florierender Verein – Satzungsänderung
Von Günther Neumeier

Rathsmannsdorf. Jede Menge positiven „Tobak“ hatte die Freiwillige Feuerwehr auf ihrer Jahreshauptversammlung zu bieten. Das gaben die einzelnen Tätigkeitsberichte, wohltuend komprimiert, weil ohnehin auf eine Leinwand projiziert, ohne Verzögerung her.

Pfarrer Gotthard Würzinger hatte im Vorgriff einen Gottesdienst zelebriert, an dem eine erkleckliche Zahl an Feuerwehrlern teilnahm. Schnell füllte sich dann der geräumige Gruppenraum, so dass erster Vorsitzender Hugo Wallner per Glocke den Beginn einläuten konnte. Erster Bürgermeister Franz Langer, zweiter Bürgermeister Klaus Opitz, die Markträte Christian Graf und Michael Fuchs, Pfarrer Gotthard Würzinger, Ehrenvorstand Franz Seidl sowie die Ehrenkommandanten Stefan Hiel und Josef Habereder waren zudem gekommen, vom Feuerwehr-Chef freudig begrüßt. Dessen Rechenschaftsbericht las dich wie eine Erfolgsgeschichte. Nach dem Totengedenken ging Wallner in die vollen. Er nannte Neueintritte, Todesfälle und Austritte, Geburtstage, arbeitete die eigenen Veranstaltungen ab und rief nochmals die eigenen, in jeder Hinsicht erfolgreichen ins Gedächtnis der Anwesenden, erinnerte an das Fahnenmutterbitten und die Beteiligung an kirchlichen wie weltlichen Festen. Was die Rathsmannsdorfer Wehr 2020 alles vorhat, zeugt von einem wiederum enggetakteten Terminkalender. Was alles im Führungsgremium besprochen, letztlich auch beschlossen wurde, machte Schriftführerin Rosemarie Fuchs transparent. Kassier Christian Wallner nannte explizit Zahlen in seinem gesplitteten Bericht: Ideeller Tätigkeitbereich, Vermögensverwaltung, Zweckbetrieb Feuerwehrbereich, Wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb – alles verständlich und nachvollziehbar aufgebaut, was auch Kassenrevisor Ignaz Leonhardt, der die Arbeit Christian Wallners zusammen mit Gerd Raabe überprüft hatte, ausdrücklich lobte. Die Entlastung der Vorstandschaft war nur noch Formsache. Breiteren Raum nahmen die Ausführungen von erstem Kommandant Hans Anetsberger ein. Der Aktiven-Boss arbeitete die erfüllten Aufgaben seines Ressorts chronologisch ab: 35 Einsätze, 900 ehrenamtlich geleistete Einsatzstunden, Übungen, Leistungsabzeichen, Besprechungen, Neuanschaffungen, das Handanlegen für Verbesserungen im Gerätehaus, die mit 80 Arbeitsstunden zu Buche schlugen – beredte Zeugnisse einer engagierten, schlagkräftigen Truppe. Jugendwart Laurent Habereder besprach den Fleiß der aktuell 13 Jugendlichen, der in elf Übungen mit 756 Einsatzstunden, Abzeichen, Wissenstest, Bayerischer Jugendleistungsprüfung und allgemeiner Arbeit mit den Burschen und Mädels zum Ausdruck kommt. Dank sagte Laurent Habereder allen Unterstützern bei den Aufgaben, die ohnehin nur im Team zu bewältigen seien. Zweiter Vorsitzender Alois Seidl erläuterte dann die dringend notwendige Satzungsänderung, hauptsächlich wegen des Datenschutzes notwendig geworden, in allen relevanten Passagen, die auch einstimmig von der Versammlung bestätigt wurde. Bürgermeister Franz Langer nannte in seinem Grußwort die Tätigkeitsnachweise als beeindruckend. In diesen werde deutlich, was der Verein alles auf die Beine stellt, was vor allem der aktiven Truppe bei zum Teil schlimmen Hilfeleistungen zum Beispiel auf der Autobahn alles abverlangt werde, die ein Nervenkostüm schon schwer strapaziere. Nicht jede oder jeder kämen damit klar. Der Markt Windorf wisse, was er an seinen Feuerwehren hat und sei sich dieser Pflichtaufgabe auch bewusst. Beispielgebend nannte der Bürgermeister die in Eigenregie der FF Rathsmannsdorf erstellten weiteren Stellplätze: Da wurde nicht nach der Gemeinde gerufen, sondern einfach angepackt. Dass trotz dieser Maßnahme das Vereinssäckel gut gefüllt sei, verdiene Respekt und Anerkennung. Da es weder Wünsche noch Anträge gab, verwies Hugo Wallner abschließend auf das 150-Jahr-Jubiläum der „Ronstoafa“ Wehr im kommenden Jahr, das bereits seine Schatten vorauswerfe. Gott zur Ehr´, dem Nächsten zur Wehr – mit diesem Feuerwehr-Bonmot schloß er die Jahreshauptversammlung.  

Auch so geht Jahreshauptversammlung: komprimiert, dennoch an Informationen reich und transparent – das wurde in Rathsmannsdorf praktiziert: (hinten v. li.) Klaus Opitz, Hans Anetsberger, Hugo Wallner, Martina Popan, Rosemarie Fuchs, Josef Habereder, Alois Seidl, und Christian Wallner; (sitzend v. li.) Gotthard Würzinger, Franz Seidl, Franz Langer und Stefan Hiel. Foto: Neumeier
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